RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG

Kunde:

Die RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG (gegründet 1905) mit Sitz in Duisburg-Walsum gehört zu den zehn größten Mineralbrunnen in Deutschland. Die etwa 750 Mitarbeiter des Unternehmens füllen Wässer aus 13 Mineralbrunnen des Quellvorkommens Rheinaue ab. Ergänzt wird das Produktprogramm von Schorlen, (Eis-)Tees und aromatisierten Wässern.

Firmensitz:Duisburg, Deutschland

Branche:Getränkeindustrie

Website:

rheinfelsquellen.de

Logo RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG

Anforderung und Herausforderung:

Die RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG (Rheinfels) hat ihre Intralogistik teilweise auf neue Beine gestellt. Waren im Unternehmen in der Vergangenheit mehrheitlich Dieselstapler von Linde im Außeneinsatz, ergänzt seit einiger Zeit ein besonderer Stapler die Flotte: ein A80-900X von Carer – von Degener-Staplertechnik an Rheinfels geliefert. Dieses Fahrzeug ist Teil der ersten vollelektrischen Staplerserie, die an 365 Tagen im Jahr auch im Freien verwendet werden kann. Dafür besitzt die Reihe eine staub- und wasserunempfindliche IP-Klassifizierung.

Um aber auf dem Betriebsgelände der RheinfelsQuellen in Duisburg-Walsum adäquat mehrschichtig eingesetzt werden zu können, braucht das italienische Kraftpaket nicht nur eine zweigeteilte Batterie. Es benötigt auch ein passendes Anbaugerät für das anfallende Voll- und Leergut. Denn das ist die Hauptaufgabe eines jeden Staplers bei Rheinfels: Ankommende LKW entladen und mit neuen Getränkepaletten beladen.

Tempo und Effizienz sind dabei ausschlaggebend. Denn die insgesamt neun Abfüllanlagen der RheinfelsQuellen können pro Stunde bis zu 250.000 Flaschen befüllen. Und diese Menge muss umgeschlagen werden.


Bildergalerie:


Lösung und Nutzen:

Die beste Lösung für die Rheinfels-Anforderungen sind Mehrfach-Palettengeräte, auch Mehrfach-Palettenklammern oder Mehrfachpalettengabeln genannt. KAUP liefert schon geraume Zeit diese Anbaugeräte zu Hövelmann nach Duisburg. Serienmäßig gelten die KAUP-Sechsfach-Palettengeräte als sehr robust und eignen sich somit gut für harte Einsätze. Ihr verhältnismäßig geringes Gewicht sorgt für sehr gute Resttragfähigkeiten. Und die sehr guten Sichtverhältnisse erlauben hohe Arbeitsgeschwindigkeiten. Doch allein diese Merkmale reichen noch nicht aus, um die hohe Umschlagsmenge bei Rheinfels zu meistern. Deshalb hat KAUP für diesen Einsatzfall sein Anbaugerät, das Sechsfach-Palettengerät 10T429-4-6, optimiert. Es ist nun seit mehreren Monaten in einer besonderen Ausstattung im Einsatz.

Zwei Hauptelemente dabei springen ins Auge: hydraulische Lastanschläge an allen Gabeln und zusätzliche Zylinder. Warum ist das Anbaugerät damit ausgestattet? Neben der hohen Umschlagsmenge bei Rheinfels  sind auch die verwendeten unterschiedlichen Palettengrößen herausfordernd: mal sind es Euro-Paletten, dann Düsseldorfer Paletten, anschließend Brunnenpaletten. Häufig sogar unterschiedliche Palettentypen auf einem LKW. Und um auf diese regelmäßigen, schnellen Wechsel vorbereitet zu sein, besitzt das Sechsfach-Palettengerät diese Anpassungen.

Mit den Lastanschlägen kann beispielsweise die nutzbare Gabellänge von 2.350 mm schnell auf 2.150 mm reduziert werden. Die sichere Be- und Entladung von unterschiedlichen Palettentypen ist so jederzeit, ohne großen Zeitverlust und ohne anderes, teilweise kostenintensiveres Zubehör wie Kameras oder Laser möglich. Die zwei zusätzlichen Hydraulikzylinder erhöhen die Flexibilität des Anbaugeräts beim Handling unterschiedlicher Palettentypen. Denn standardmäßig benötigen alle Mehrfach-Palettengeräte von KAUP nur zwei Zylinder. Sie werden zum synchronen Öffnen und Schließen der Gabelpaare genutzt.

Diese Art der Gabelverstellung reicht aber gelegentlich nicht aus. Deshalb verbaut KAUP bei Rheinfels zwei weitere Hydraulikzylinder, die jeweils Einfluss auf eine Gabelzinke haben. Zur besseren Vorstellung: Wenn man die insgesamt sechs Gabelzinken in zwei Paare à drei Zinken unterteilt, dann steuert jeder der weiteren Zylinder die mittlere Zinke des jeweiligen 'Dreier-Paars'. Er sorgt also dafür, dass der Abstand zwischen mittlerer und äußerer Gabel gemäß der Ladung geändert werden kann. Damit dieses Zusammenspiel funktioniert, wurde die Gesamt-Steuerung des Sechsfach-Palettengeräts überarbeitet. Die einzelnen Gabelpaare können nun unabhängig voneinander gesteuert werden. Zusätzliche Magnetventile helfen zudem, die Lastanschläge zu steuern.

Damit auch die inneren Gabeln stets dort stehen wo sie sollen und im zusammengefahrenen Zustand kein ungewolltes Spiel das Arbeitstempo reduziert, hat KAUP eine klassische Stabilisierungsfeder an dieser Stelle integriert. Ein bekanntes Element. Ebenfalls bekannt ist der separate Seitenschubzylinder auf dem Klammerkörper. Er verschiebt das Anbaugerät unabhängig von der Gabelstellung bis zu 160 mm.


Mehr Informationen zum Seriengerät:

Sechsfach-Palettengerät T429-4-6