Modulare Raumlösungen - Sicher bewegt

Containeranlagen und modulare Gebäude sind die temporäre oder langfristige Lösung für ganz unterschiedliche Herausforderungen. Zwischen den einzelnen Projekten stehen die großformatigen Systembestandteile in Depots und das Handling dort benötigt kein alltägliches Anbaugerät.

Die Adapteo GmbH (Adapteo) ist ein führender Anbieter hochwertiger Containeranlagen und modularer Gebäude in Nordeuropa. Sei als Schul- oder Universitätsgebäude, als Unterkunft oder Büro, für Events oder als Gesundheitseinrichtung: Adapteo baut, vermietet und verkaufet flexible Gebäude für die Herausforderungen von morgen. Das Unternehmen blickt dabei auf über 40 Jahre Erfahrung im Bau modularer Raumlösungen zurück und ist in mehreren europäischen Ländern aktiv. 

Adapteo betreibt vier regionale Hubs in Deutschland mit jeweils hunderten Containern und der dazugehörigen Ausrüstung wie beispielsweise Treppen, Türen und Sanitärausstattung. Im Hub werden die Container über mehrere Stockwerke hoch übereinander gestapelt. Herausforderndes Material Handling! Schließlich sollen die aufwändig lackierten und vorbereiteten Module so wenig wie möglich beschädigt werden. Um das zu gewährleisten, wollte Adapteo das Handling in seinem Hub im Osten von Frankfurt am Main neu gestalten. Einer bereits genutzten Linde-Gabelstapler (H150) sollte um einen neuen, größeren ergänzt werden.

Die Modulbauprofis sind schon lange Schwerlastkunde der Suffel Fördertechnik GmbH & Co. KG (Suffel). Deshalb wandte sich Adapteo an den örtlichen Linde-Händler, um das komplexe Projekt zu realisieren. “Die Herausforderung haben wir sehr gerne übernommen”, sagt Christian Kunkel, Verkaufsleiter Rhein-Main bei Suffel. Der neue Stapler soll nicht nur die Module seitlich aufnehmen, sondern darüber hinaus auch mit der integrierten Zinkenverstellung, andere Lasten transportieren können. Dafür musste es also möglich sein, dass der Wechsel der Anbaugeräte relativ einfach vollzogen werden kann. 

Erweiterte Ausstattungsmerkmale wie Kameras, kabellose Datenübertragung oder zusätzliche Arbeitsscheinwerfer schrieb Adapteo zudem ins Pflichtenheft. “Damit war schnell klar, dass wir keinen Spreader ‘von der Stange’ nehmen können”, erläutert Christian Kunkel den Projektstart, “und kontaktierte deshalb KAUP.” Schließlich hatte der Anbaugerätehersteller kurz vorher ein ähnliches Spreader-Projekt mit einem anderen Linde-Händler erfolgreich umgesetzt. In der gemeinsamen Projektierung konnten KAUP und Suffel gezielt auf Konstruktion und Erfahrungen dieses bereits gelieferten Spreaders zurückgreifen.

Spreader sind für KAUP kein Neuland. Schließlich konstruiert und produziert der Maschinenbauer bereits seit einigen Jahrzehnten Container Spreader; in der Vergangenheit häufig für Schiffskrane, Hafenmobilkrane oder Container-Brücken. Neben diesen eher klassischen Spreadern gewinnt ein anderer Typ immer mehr Bedeutung: Spreader für Gabelstapler. KAUP hat aktuell sieben verschiedene Spreader-Basistypen im Programm, die je nach Anforderung angepasst werden und sich vorrangig dadurch unterscheiden, wo sie ihre Ladung aufnehmen: von oben oder einer der Seiten. Einer davon ist Teil des Adapteo-Projektes.

“Aufgrund der Kunden-Anforderungen war schnell klar, welcher Spreader es wird”, sagt Anton Schäck, bei KAUP Leiter des Innendienstes und spezialisiert auf Spreaderprojekte: “ein teleskopierbarer Seiten-Spreader T193.” So einfach wie es auf den ersten Blick scheint, war es allerdings. Die Umsetzung des Projektes gestaltete sich beratungsintensiv. “Die Herausforderung war, den Spreader so auszustatten, dass alle Module gehandelt werden können”, erläutert der erfahrene Maschinenbauer Schäck, “denn deren Maße variieren nicht unerheblich und sind kein Standard.”

Intensiver Austausch

Nach Projektstart folgten einige Monate intensiven Austauschs zwischen Suffel, Adapteo und KAUP. Technische Zeichnungen wurden dabei ebenso ausgetauscht wie Ideen zur Umsetzung. Herausfordernd waren vor allem die soft- und hardwareseitige Gestaltung der Schnittstelle von KAUP-Spreader zu Linde-Gabelstapler, mithin die Ansteuerung der vier Hydraulikfunktionen. Gewählt wurde eine Can-Bus-Lösung, die die Breiten- und Höhenverstellung sowie die teleskopierbaren Verriegelungsköpfe steuert. Diese Köpfe sind nötig, um alle Adapteo-Module mit wechselnden Größen - 10'- und 20'-ISO-Container sowie UNICO-Container - jederzeit sicher aufnehmen zu können.

Letztendlich konnte das Projekt Ende 2025 erfolgreich mit der Lieferung des Seiten-Spreader 20T193-10-20 und des passenden Abstellblocks abgeschlossen werden. Der Block ist nötig, um auch das integrierte Zinkenverstellgerät BR 179 nutzen zu können. Anton Schäck resümiert: “Wir sind zufrieden mit dem Projekt, auch wenn es stellenweise herausfordernd war.”

Lösung im Detail:

Trägerfahrzeug

Technische Daten

Besonderheiten

Kunde:

 

Firmensitz: Neu-Isenburg, Deutschland
Branche: Industrie- und Gewerbebau
Website: adapteo.de


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